Marmelade einkochen

Marmelade einkochen – so wie zu Großmutters Zeiten – ist eine sehr schöne Sache und auch gar nicht so schwer. Im Supermarkt gibt es Konfitüre, Marmeladen, Mus und Gelees ohne Ende. Schmecken jedoch tun diese oftmals nicht so gut und die Zutatenliste schreckt einen dann zu guter letzt auch nur noch ab. Citronensäure, weißer Industriezucker, Saccarin und weitere Süß- bzw. Zuckeraustauschstoffe sind da inzwischen keine Seltenheit mehr und zählen bei weitem nicht zu den guten, gesunden Zutaten.

Dabei ist es gar nicht schwer eine Marmelade selber herzustellen.

Zutaten

Man kann Quasi alle Früchte verwenden die im heimischen Garten so wachsen. Das sind zum Beispiel Brombeeren, Himbeeren, Erdbeeren, Stachelbeeren, Blaubeeren, Johannisbeeren oder Kirschen. Es eignen sich auch Früchte wie Äpfel, Pflaumen, Birnen, Pfirsiche und Mirabellen, die jedoch eher zu einem Mus verarbeitet werden sollten.

Dabei hat sich folgendes Verhältnis als eine haltbare und vor allem fruchtige Mischung bewährt:

  • 1000 gr Früchte
  • 500 gr Bio Rohrzucker
  • 3-5 gr Apfelpektin

Wer bei den Marmeladen die Kerne nicht mag kann die Früchte passieren oder durch eine Saftpresse quetschen. Dann wird es jedoch meist eher ein Gelee und man muss den Zucker im Verhältnis 1:1 mit den Fruchtsaft setzen und mehr Pektin verwenden, damit der Gelee eine stabile Konsistenz erreicht. Mit ersterem allerdings wird dieser Gelee nur süßer.

Die Früchte kann man pur oder in beliebiger Mischung zusammenführen. Ich jedoch halte mich stets dazu an jeweils nur eine Sorte einzukochen und den reinen Geschmack der verwendeten Früchte zu erhalten. Mit dem Zucker sollte man meiner Erfahrung nach nicht viel sparsamer Umgehen als diesen im Verhältnis 1:2 einzukochen, da die Marmelade sonst oftmals zu schnell schimmelt. Das ist im nachhinein immer sehr ärgerlich, da man erst Monate später bemerkt, dass die Arbeit vergebens gewesen ist und man das Einkochgut wegwerfen muss.

Wer einen Mus herstellen möchte sollte die fertig eingekochte Masse in einem Backofenfesten Topf ohne Deckel bei 180°C für ca. 2-3 Stunden in den Backofen stellen. Die Ofentüre muss mit einem Holzlöffel einen Spalt offengehalten werden damit die verdampfende Feuchtigkeit gut entweichen kann.

Arbeitsschritte

  • Zutaten vermischen zum Kochen bringen und fünf Minuten lang aufkochen
  • Währenddessen die Marmeladengläser reinigen, 10 Minuten lang auskochen und sauber abstellen
  • Gläser mit einem kleinen Ausgussbecher befüllen und fest verschließen. Wenn Marmelade auf der Außenseite des Glases gelangt ist dieses unter fließendem Wasser reinigen. Abschließend 15 Minuten auf den Kopf stellen und dann über Nacht wegstellen
  • Prüfen ob alle Deckel luftdicht verschlossen sind. Nicht ordentlich verschlossene Gläser im Kühlschrank lagern und als erstes aufbrauchen
  • Gläser beschriften mit Datum sowie Inhalt. Dann gehören diese Gläser in den Keller an einen dunklen Ort. So halten die konservierten Köstlichkeiten locker zwei Jahre

Weiterführende Literatur

Fazit

Es gibt nichts besseres und auch gesünderes als selbstgemachte Marmelade mit Früchten aus dem eigenen Garten!

Tisch selber bauen

Ich stand vor dem Problem, dass unser alter Esstisch unser Esszimmer verließ und somit ein neuer her musste. Da der Platz an dem dieser Tisch aufgestellt werden soll ziemlich fest definiert ist und ich die Anforderung an 110cm Tiefe in keinem gängigen Möbelgeschäft zu einem vernünftigen Preis erfüllt bekam, entschloss ich mich dazu diesen selber anzufertigen. Dabei muss ich feststellen: Einen Tisch selber herzustellen ist gar nicht so schwer. Es erfordert kaum mehr als etwas Fleiß und Geschick. Tisch selber bauen weiterlesen

Sauerteigbrot

Sauerteigbrot selber herzustellen ist nicht schwer und fordert weder besondere Kenntnisse noch Kulturen. Das einzige was Sauerteig benötigt sind Zeit, Pflege und etwas Vertrauen.

Starterkultur für den Sauerteig ansetzen

Die Starterkultur stelle ich selber her indem ich einfach vier Esslöffel Roggenmehl – am besten frisch gemahlen – mit soviel lauwarmen Wasser in einer 1 Liter fassenden Schüssel vermenge bis dieser Teig zu einer matschigen Konsistenz gelangt die leicht vom Löffel rutscht(1). Diese Mischung stelle ich dann auf die Heizung und decke diese mit einem Handtuch ab. Einmal täglich füge ich eins bis zwei weitere Esslöffel Roggenmehl und einen Schuss lauwarmes Wasser hinzu, rühre das ganze um und lasse den Teig weiterhin stehen(2). Das ganze Wiederhole ich dann zwei Wochen lang und je älter der Teig wird um so früher und kräftiger steigen Blasen aus dem Teig(3).

Sauerteig Konsistenz1. Konsistenz des Teigs

Sauerteig verrührt2. Stehen lassen und abdecken

Sauerteig blubbernd 3. Blubbernder Teig

Der Teig riecht an dieser Stelle etwas streng und natürlich sauer fast schon so als sei er nicht mehr gut. Aus meiner Erfahrung lässt man die Kinder und andere daran nicht riechen, denn dies verdirbt denen den Appetit auf das wirklich leckere Brot.

Trockene Reste am Schüsselrand schabe ich mit dem Löffel ab und rühre diese unter den Teig.

Ich hatte bisher keinerlei Probleme mit Schimmel auf dem Sauerteig. Dennoch sollte man stets auf die Hygiene achten und nur saubere Zutaten und Küchenwerkzeuge verwenden.

Backen

Um den Brotteig nun herzustellen bedarf es diverser Zutaten. Ich habe mir an dieser Stelle mal die Mühe gemacht dies detailliert für ein Brot aufzuschreiben, damit das jedermann nachmachen kann, denn normalerweise nehme ich die Zutaten eher nach Gefühl.

Zutaten:

  • 550gr Sauerteig
  • 200gr Roggenmehl
  • 190ml lauwarmes Wasser
  • 15gr Frischhefe (Je nach Blubberfähigkeit – siehe nächster Abschnitt)
  • 1-2 Teelöffel Salz
  • 1 Teelöffel Brotgewürz (Mischung aus Koriander, Kümmel, Fenchel und Anis)

Nach belieben:

  • 50gr Sesam
  • 50gr Leinsamen
  • 50gr Sonnenblumenkerne

Darüber hinaus kann man sein Brot auch mit Chia-Samen, Mohn, Haselnüssen, Walnüssen oder Kürbiskernen verfeinern. Man sollte sich jedoch auf die Zugabe von maximal vier Sorten beschränken.

Die Hefe in kleine Stücke zerbröseln und mit den übrigen Zutaten kräftig für 3-5 Minuten durch den Quirl schicken. Der Teig sollte ziemlich matschig werden und nur ein wenig fester sein als der Grundsauerteig wie oben beschrieben. Auf die Konsistenz ist aus folgende Gründe zu achten: Ist nämlich zu wenig Wasser darin wird der Teig trocken und wird sodann als Brot auch nicht schmecken. Er darf allerdings auch nicht zu flüssig sein, da er andernfalls nicht durchbackt, innendrin die Feuchtigkeit nur schwer entweichen kann und somit am Ende das gesamte Brot klätschig bleibt. Ich bezeichne die notwendige Konsistenz wie folgt: Der Teig muss am Löffel kleben bleiben und sollte beim hochhalten langsam sich vom Löffel ziehen wollen.

Teig in die Form geben – ich habe dafür eine Silikonform, damit lässt sich das fertige Brot leicht entnehmen – und mindestens 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. Dazu kann die Form auf die Heizung gestellt werden oder in den lauwarmen Backofen. Der Teig sollte sich in dieser Zeit um ca. 2 cm erheben.

Abschließend wird das Brot für 35-40 Minuten bei 160° Celsius gebacken. Mit einem Holzstäbchen die Stechprobe machen, dass kein oder nur sehr wenig Teig daran kleben bleibt. Dann das Brot aus der Form holen und auf einem Gitter auskühlen lassen. Das hieraus resultierende Brot wird nun zirka 1000 Gramm schwer sein.

Das Brot ist in einer Papiertüte zirka 3-5 Tage lang gut genießbar.

Sauerteigbrot

Das Ding mit der Hefe

Warum ich Hefe in mein Rezept schreibe? Mein Sauerteig blubbert nicht immer so wie ich mir das vorstelle muss ihn dann nochmal aus der Form holen und die Hefe separat unterrühren. Mit 15 Gramm ist das nur ganz wenig, aber der Erfolg ist sodann garantiert.

Das Ideale wäre nun natürlich ohne Hefe zu backen. Damit der Teig garantiert gut blubbert sollte die Ansatzmischung mit 300-500 Gramm Sauerteig 24-48 Stunden zuvor schon geduldig auf der Heizung verbracht haben ohne angefasst worden zu sein. Wenn man nun nach dem weiter oben genannten Schema verfährt steht dem Gährungsprozess nichts im Weg.

Also wer mutig genug ist oder schon ein paar mal das Brot nach dieser oder einr anderen Rezeptur gebacken hat, darf sich gerne dazu ermuntert fühlen dieses ohne Hefe zu backen, denn ein Brot ohne Hefe schmeckt wirklich anders!

Genuß

Das Sauerteigbrot schmeckt meiner Meinung nach mit allen Belägen. Ob mit Quark, Schokocreme, Marmelade, Käse oder Wurst. Oder einfach nur mit einer ordendlichen Schicht Butter, so dass Mutter schon schimpft.

Geschmierte Sauerteigstulle

Guten Appetit!

Pflege

Da der Teig nun bereits sauer genug ist kann ich gemäß meiner eingangs genannten Anleitung der Starterkultur ab jetzt täglich etwas mehr Roggenmehl (zwei bis vier Esslöffel) und entsprechend viel Wasser hinzufügen. Der Teig blubbert deutlich früher und stärker. So kann ich dann schon nach weniger als einer Woche ein weiteres Brot backen.

Konservierung

Man munkelt der Teig könne problemlos im Kühlschrank gelagert werden um ihn sodann wieder zu reaktivieren. Dies konnte ich nicht feststellen und habe nach der Lagerung von nur wenigen Tagen im Kühlschrank den Sauerteig nicht mehr zum gären gebracht.

Februar 2016: Ich kann mir viel besser vorstellen diesen zu trocknen und sodann bei Zimmertemperatur zu lagern. Dies werde ich selber einmal ausprobieren und hier berichten.

Quittengelee selber machen

Dieses Jahr mache ich zum ersten mal in meinem Leben Quittengelee. Deren Geschmack erinnert mich an meine Kindheit, da meine Großeltern diesen jahrelang selber hergestellt haben. Ich habe diesen Gelee knapp 25 Jahre lang genießen können. Leider jedoch ist das Rezept seit dem Tod meines Großvaters in Vergessenheit geraten, im Supermarkt ist dies nur ein Nieschenprodukt und nun will ich es nun wieder aufleben lassen.

Dafür durfte ich einen prall gefüllten Baum besteigen und ihn um seine wertvollen Früchte erleichtern. In der Küche angekommen geht es nun ans Eingemachte.

An Zutaten benötigen wir nicht mehr wie folgt:

  • 1 Liter Quittensaft
  • 30gr Apfelpektin
  • 1kg Zucker

Nachdem ich die Quitten abgebürstet und gewaschen habe wurden diese kleingeschreddert. Ich habe hierfür einen Champion-Entsafter verwendet und die daraus entstandene Maische in die Presse gestopft und anschließend kräftig ausgequetscht bis nur noch der trocken Trester übrig blieb. Der hieraus fließende Saft wird noch einmal durch ein ganz feines Tuch gesiebt und zusammen mit den oben genannten Zutaten zum Kochen gebracht und drei Minuten lang aufgekocht.

Die Marmeladengläser wurden kurz vor der Abfüllung ausgekocht und sodann mit dem köstlichen Gelee befüllt, für eine Stunde auf den Kopf gestellt, anschließend beschriftet und kontrolliert ob auch alle Deckel korrekt abgedichtet haben. Gläser deren Decke nun noch Luft ziehen kommen in den Kühlschrank und werden als erstes aufgebraucht.

Normalerweise nehme ich für Marmelade deutlich weniger Zucker, jedoch habe ich bei Gelee festgestellt, dass die Konsistenz nicht schön genug ist um diese dann auf dem Brot einwandfrei zu verstreichen. Der Meinung verschworen mit weniger Zucker auskommen zu wollen wurde mir mit einer flüssigen Brühe quittiert die an allen Seiten meiner Stulle hinunterfloss wie Wasser an einem Gebirswasserfall. Daher mein wertvoller Geheimtip: Nimm reichlich Zucker, sonst haben die ganzen Mühen am Frühstückstisch sein Ende gefunden! Und das kann man sich dann auch nicht mehr schön reden.

Die Gläser sind nun dunkel und kühl gelagert mehrere Jahre haltbar, jedoch meist schon deutlich früher aufgebraucht.

Ich empfehle den Quittengelee mit Quark und etwas Butter auf einem Brot oder Brötchen nach Wahl zu genießen.